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Heute sitze ich schon um 7:00 bei einem ausgiebigen Frühstück. Der Kaffee ist so schwarz, dass sogar ich noch etwas Milch dazugebe. Der Gastwirt fragt mich, ob ich mir noch ein Brötchen für den Weg machen will. Ich lehne dankend ab, habe an dem Aufgenommenen schon genug zu schleppen. Ich steuere wieder den Blütenweg an und brauche geschlagene 2,5 Stunden nach Weinheim, werde aber mit herrlichen Aussichten entschädigt. Weder Väter (Es ist Vatertag), noch Maiwanderer sind um diese Zeit zu sehen. In Weinheim setze ich mich für eine Stunde auf den wunderschönen Marktplatz und schaue dem Feiertagstreiben zu. Ich suche noch ein Internetcafe. Eines gibt es nicht mehr, ein zweites ist geschlossen. Also weiter.

Der Blütenweg, den ich jetzt mehrfach verliere und wiederfinde (ich halte mich an den Radweg nach Heidelberg) geht jetzt zum Glück mehr oder weniger plan durch ein Villengebiet, wo als Zweitwagen Porsche, BMW und Mercedes stehen, über Lützelsachsen, Großsachsen,und Leutershausen nach Schriesheim. Dort finden sich im alten Stadtkern 2 Zelte mit Bratwurst, Steak und Getränken. Die Geschichte mit der stark verdünnten Weinschorle funktioniert wieder. Auch die Bratwurst ist lecker. Weiter geht es nach Heidelberg. Der Unterschied Wanderweg – Radweg ist hier klar auszumachen. Der Radweg ist nicht zu verfehlen. Es gibt sehr viele Hinweisschilder, die zum Teil wohl als Duplikate billig erstanden oder wiederverwendet wurden. Ich merke das daran, dass an einer Stelle die Entfernung nach Heidelberg 13 km beträgt. Etwa 2 km weiter sind es immer noch 13 km, während nach weiteren 500 Metern mich ein Schild mit 8,5 Kilometern begrüßt. Ansonsten ist es sehr öde, da Radfahrer im Gegensatz zu Fußgängern nicht grüßen, wenn sie überholen oder entgegenkommen. Außerdem ist die Bankdichte pro Kilometer um ein Vielfaches geringer als bei Wanderwegen. Und auf die Füße geht der asphaltierte Weg auch noch. Ich komme in Heidelberg Handschuhsheim an, muss aber noch quer durch eine Gartenbaulandschaft zur Jugendherberge im Neuenheimer Feld. Dort finde ich noch ein Bett in einem 6er Zimmer. Es gibt dort Internetplätze in einem optisch ausgezeichneten Zustand aber stark in der Funktionsweise beschränkt. Ich mühe mich ab ein Kapitel zu schreiben, schaue nach meiner Wäsche und mir die 0:4 Bayernpleite bei St. Petersburg an. 1Pizza und 2 Sylvaner gestalten das Ganze erträglich. Auf meinem Zimmer sind inzwischen 3 Chinesen eingetroffen. Ich hoffe sie haben gut geschlafen. Sie waren jedenfalls schon weg als ich aufwache.

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